NO PASARAN // Naziaufmarsch am 18. Januar in Magdeburg VERHINDERN

Naziuffmarsch in Machdeburch – ham wa immernoch keen Bock druff!

Am 16. Januar 2014 jährt sich die Bombardierung Magdeburgs zum 69. Mal. Seit 1998 nutzen die Nazis dieses Datum um die sogenannten “Helden der deutschen Wehrmacht” und die Opfer der Bombenangriffe zu betrauern. Sie gedenken des Endes des kriegstreibenden, faschistischen Regimes und instrumentalisieren dabei das Gedenken der vielen Magdeburgerinnen und Magdeburger, die am 16.01.1945 gestorben sind oder der Trauer jener, die Angehörige, Bekannte und Freunde verloren haben.

In den letzten Jahren hat sich der Naziaufmarsch in Magdeburg zu einem der größten Aufmärsche in Deutschland entwickelt. Dank der bundesweiten Mobilisierung kamen im Jahr 2013 über 3.000 Gegendemonstrant_innen nach Magdeburg. Doch sind diese – mittlerweile alljährlichen – Naziaufmärsche nur der medienwirksame Teil des Nazi-Problems. Rassistische und neofaschistische Gewalt gehören in Sachsen-Anhalt zur harten Realität. Fast täglich wird ein Übergriff registriert. Neue und alte Nazis gehören in Magdeburg zum Stadtbild und auch politisch sind die Neofaschisten in der Landeshauptstadt überaus aktiv. Der Protest der Zivilgesellschaft gegen rechts fokussiert sich meist nur auf den Aufmarsch im Januar und blendet die gewalttätigen Übergriffe und politischen Manipulationen der Rechten in der übrigen Zeit aus. Vorkommnisse mit bundesweiter Aufmerksamkeit, sind aber typisch für die politischen Verhältnisse in Sachen-Anhalt.

Neofaschisten aus Magdeburg und Sachsen-Anhalt nehmen wichtige Positionen in den Vorständen der NPD, der JN und den sogenannten „freien Kameradschaften“ ein. Mittlerweile wird Sachsen-Anhalt von neuen und alten Nazis gar stolz als „Kaderschmiede“ betrachtet. Doch statt nach dem Bekanntwerden der rassistischen Mordserie des NSU und aus dem Totalversagen des sogenannten Verfassungsschutzes auf parlamentarischer und kommunaler Ebene Konsequenzen zu ziehen, rechte Strukturen vor Ort klar zu benennen und dagegen vorzugehen, wird weiterhin von linkem „Extremismus“ fabuliert. Hingegen wird rechte Gewalt verschwiegen, verharmlost oder komplett ignoriert, weil man ihrer nicht ohne Aufwand Herr werden kann. Denn zunächst müsste man erst einmal aufhören, sie als strukturelles Problem abzustreiten.

Magdeburg war keinesfalls nur eine zivile, deutsche Großstadt, die willkürlich von alliierten Bomberverbänden in Schutt und Asche gelegt wurde. Vielmehr ist die fast vollständige Zerstörung Magdeburgs das Ergebnis des vom nationalsozialistischen Deutschland entfesselten und rücksichtslos geführten Krieges. So war Magdeburg für das NS-Regime ein wichtiger Umschlags- und Verkehrsknotenpunkt, Standort der Rüstungsproduktion (u.a. Krupp-Gruson, Polte-Werke, Maschinenfabrik Wolf) und ein Industriestandort an dem mehrere Tausend Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Arbeits- und KZ-Außenlagern ausgebeutet wurden. Unzählige starben bereits in den Lagern der Polte-Werke, im Lager Diana oder auf den „Todesmärschen“. All dies wird bei der Umdeutung der Bombardierung des Stadtgebiets am 16. Januar 1945 ignoriert. Das Ausblenden der Opfer faschistischer Herrschaft in den Kriegsgebieten und aller Opfer weltweit, ist Bestandteil der rechten Rhetorik, die nur deutsche Opfer kennt, Opferzahlen fälscht und Täter nicht benennt.

Wir sahen uns mit den Ereignissen am 12.01.2013 mit einer völlig neuen Polizeistrategie konfrontiert, die es so bisher nicht gab. Das Verbot unserer Kundgebung in Cracau (Jerichower Platz) wurde durch die Polizeidirektion mit der räumlichen Nähe zur Aufmarschroute begründet und letztere dann auch im Antrag entsprechend konkretisiert. Dass die Nazis in Südost laufen werden, war erst gegen Mittag des 12. Januars verifiziert und für uns nur an der Bewegung der Polizeieinsatzkräfte abzulesen.

Unterstützt uns und kommt im Januar 2014 in unsere Stadt. Wir wollen, gemeinsam mit allen blockadewilligen Kräften von hier und überall, den Aufmarsch der Neonazis verhindern.

„Nazis blockieren – was sonst?!“

ANREISE AUS NRW

ANREISE AUS ESSE FÜR DEN 18.01.2014

Essen Hbf Sa, 18.01.14 ab 03:53 6 RE 10153 Regional-Express
Hamm(Westf) Sa, 18.01.14 an 04:40 9

Hamm(Westf) Sa, 18.01.14 ab 05:15 9 RE 10601 Regional-Express
Bielefeld Hbf Sa, 18.01.14 an 05:58 2

Bielefeld Hbf Sa, 18.01.14 ab 06:24 3A-C RE 4873 Regional-Express
Braunschweig Hbf Sa, 18.01.14 an 08:41 5

Braunschweig Hbf Sa, 18.01.14 ab 09:17 8 RB 17915 Regionalbahn
Magdeburg Hbf Sa, 18.01.14 an 10:28 6

ANREISE AUS RECKLINGHAUSEN FÜR DEN 18.01.2014

Recklinghausen Hbf Sa, 18.01.14 ab 02:54 1 RE 10246 Regional-Express
Essen Hbf Sa, 18.01.14 an 03:17

Essen Hbf Sa, 18.01.14 ab 03:53 6 RE 10153 Regional-Express
Hamm(Westf) Sa, 18.01.14 an 04:40 9

Hamm(Westf) Sa, 18.01.14 ab 05:15 9 RE 10601 Regional-Express
Bielefeld Hbf Sa, 18.01.14 an 05:58 2

Bielefeld Hbf Sa, 18.01.14 ab 06:24 3A-C RE 4873 Regional-Express
Braunschweig Hbf Sa, 18.01.14 an 08:41 5

Braunschweig Hbf Sa, 18.01.14 ab 09:17 8 RB 17915 Regionalbahn
Magdeburg Hbf

ANREISE AUS BOCHUM FÜR DEN 18.01.2014

Bochum Hbf Sa, 18.01.14 ab 00:05 5 RE 10143 Regional-Express
Hamm(Westf) Sa, 18.01.14 an 00:45 8

Hamm(Westf) Sa, 18.01.14 ab 00:53 4 ERB89999 eurobahn
Bielefeld Hbf Sa, 18.01.14 an 01:37 1

Bielefeld Hbf Sa, 18.01.14 ab 04:24 1 RE 4871 Regional-Express
Braunschweig Hbf Sa, 18.01.14 an 06:41 5

Braunschweig Hbf Sa, 18.01.14 ab 07:17 8 RB 17911 Regionalbahn
Magdeburg Hbf Sa, 18.01.14 an 08:28 6

Bei Bedarf stellen wir diese Informationen hier zur Verfügung.

Schlafplätze

Für Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten bitte mit konkreten Anfragen an info@magdeburg-nazifrei.com wenden.

Stuttgart
Abfahrt: Details später hier und hier.
Kosten: 25 €, 20 € (ermäßigt), 30 € (Soli)
Anmeldung: ZK Stuttgart
Dauer: keine Angaben
weitere Infos: Am Vorabend Warm Up ab 21 Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann

Bremen
Abfahrt: 05:45 Uhr Bremen Hbf
Ankunft: gegen 10 Uhr
Kosten: keine, um Spende wird gebeten
Anmeldung: Hochschulpiraten Bremen
weitere Infos unter Antifa@hopis.de

weitere Busse gibt es aus folgenden Städten:
Bonn
Bremen/Oldenburg
Frankfurt am Main (mind. 2 Busse durch 2 Orga-Strukturen)
Kassel/Göttingen

Mehr Infos unter :

MOBI-TRACK FÜR DEN 18. JANUAR 2014

Wie jedes Jahr im Januar laufen Nazis durch Magdeburg, um der Zerstörung der Stadt von 1945 zu gedenken. Mittlerweile ist dieser sogenannte Trauermarsch mit bis zu 1300 Teilnehmern zum größten in ganz Deutschland geworden. Eine enorme Plattform für die Neonaziszene, aber auch für ihre Geschichtsverfälschung und ihre völkische Propaganda.

Durch die Unterstützung von Left Vision und den bewundernswerten Aufwand und Aktionismus der Organisatorin ist dieser Mobi-Clip entstanden. Die Idee zum Video war, dass verschiedenste Rapper Parts schreiben, um zum einen an die Todesopfer rechter Gewalt in Magdeburg zu erinnern (Bsp.: Torsten Lamprecht und Frank Böttcher) und zum anderen dazu aufzurufen, den Aufmarsch am 18.1.2014 zu verhindern. Innerhalb von zwei Tagen drehte das Team an denjenigen Orten Magdeburgs, wo Menschen durch Nazis umgebracht wurden, aber auch vor linken Einrichtungen oder in der Innenstadt.

Der Ruf nach Solidarität ist selten so wichtig gewesen wie hier und jetzt! Unterstützt uns und kommt am 18. Januar 2014 in unsere Stadt. Seid dabei! Wir wollen gemeinsam mit allen blockadewilligen Kräften von hier und überall den Aufmarsch der Neonazis verhindern!

„Seid dabei – Mobiclip Magdeburg 2014″





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